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WM Finnland: Knapp am Ziel vorbei

0712
An der WM in Finnland lief ich auf die Ränge 4 (Staffel), 5 (Mitteldistanz) und 7 (Langdistanz). Diese Platzierungen entsprachen in etwa meinen Leistungen: Gut und solid, aber halt nicht super und so blieb die angestrebte Medaille leider aus.

 

0711
Im Vorfeld freute ich mich sehr auf die Langdistanz denn es reizte mich sehr, in einem noch nie kartierten Gebiet in Finnland diese Distanz zu laufen. Bis zur Arenapassage lief es rund und da hörte ich, dass ich gut im Rennen um die Medaillen lag. Das motivierte mich und ich hatte das Gefühl, dass ich es bis ins Ziel durchziehen könne, doch nur kurz danach machte sich die Müdigkeit bemerkbar. Zum Posten 24 hoch kam ich ziemlich ans Limit und ich konnte auf der Karte nicht mehr genau mitlesen. Ich wurde unsicher und wusste nicht mehr ob der Posten vor oder hinter mir stehen würde. Das hin und her kostete mich fast eine Minute. Zum 25. Posten stand ich zwar zweimal still, um die Karte genau zu lesen, doch trotzdem verfehlte ich auch diesen und verlor nochmals 30 Sekunden. Diese beiden verhängnisvollen Posten im GPS-Replay:
[gps:gpssbit010,../images/stories/gpssbit/gpssbit010.txt]
 
Nach diesen beiden Postenraumfehlern konnte ich mich nochmals zusammenreissen. Physisch hatte ich zwar kein gutes Gefühl mehr und es krämpfelte in den Waden und Oberschenkeln, doch richtig Tempo abgebaut hatte ich erst auf den letzten zwei Teilstücken. Im Ziel war ich richtig ausgepumpt und niedergeschlagen, denn mit dem 7. Rang war ich logischerweise nicht zufrieden. Dass ich als Siebter "nur" 3:09 auf die Goldmedaille verlor zeigte, dass es ein enges Langdistanzrennen war. Lange lag die angestrebte Medaille in Griffweite, doch am Schluss fehlte mir die Kraft und die Konzentration. Etwas zu viel Kraft verpufft hatte ich wohl auf meinen vielen Querrouten, bei denen man auch ab und zu hätte umlaufen können, oder eben müssen.


0713
Nach einem Ruhetag und einer physisch nicht allzu anspruchsvollen Qualifikation war ich am Freitag wieder frisch für die Mitteldistanz. Wieder lief ich bis zum Durchlauf der Arena sauber und lag an dritter Position. Leider suchte ich gleich den nächsten Posten, welcher in einem diffusen Gebiet stand. Eigentlich hätte ich da einfach meiner Richtung vertrauen und zulaufen sollen, doch ich hühnerte herum und verlor 50 Sekunden. Die Posten 14 und 16 lief ich auch nicht ganz sauber an und so resultierte am Schluss der 5. Rang. Damit war ich zufrieden, denn eine Medaille zu holen lag an diesem Tag fast nicht drin. Die drei Erstplatzierten machten zwar auch Fehler, doch da sie einen Tick schneller unterwegs waren konnten sie sich diese leisten.
Der Fehler bei Posten 10:
[gps:gpssbit012,../images/stories/gpssbit/gpssbit012.txt]


0714
Vor der Staffel stand das Herrenteam noch ohne Medaille da und das wollten wir am letzten Tag unbedingt ändern. Matthias Merz lief ein souveränes Rennen an der Spitze der ersten Strecke und schickte mich an idealer Position in den Wald. Ich startete gut und fühlte mich schnell wohl im Gelände. Ich lief aktiv an der Spitze mit, bis ich dann auf den gegabelten Posten von 8 bis 12 eine schwache Phase hatte. Während ich bei zwei Posten je gegen 30 Sekunden verlor, drückte Kratov aufs Tempo und baute den Vorsprung dank der kürzeren Gabelung zusätzlich auf 1:40 aus. Somit war ich mit meinem Einsatz natürlich nicht zufrieden und ich war mir bewusst, dass ich damit unserem Schlussläufer Matthias Kyburz eine schwierige Aufgabe auf den Weg gab. Zwischenzeitlich kam er nochmals bis an ein paar Sekunden an die Spitze heran, doch am Schluss blieb einmal mehr der undankbare 4. Rang. Somit müssen wir den Traum vom grossen Staffel-Coup einmal mehr um ein Jahr vertagen, dann jedoch ohne die langjährige Teamstütze Matthias Merz, der nach der Staffel seinen Rücktritt erklärte.

Gesamthaft zeigte ich anständige Leistungen an dieser WM, doch ein Top-Resultat blieb leider aus. Körperlich stand ich die WM ohne Probleme durch und meine Form war gut, vor allem wenn man bedenkt, dass ich vor gut einem Jahr eine gerissene Achillessehne hatte. Damals wusste man nicht sicher, ob ich je wieder richtig Spitzensport machen könne. Den Anschluss habe ich nun wieder geschafft, doch der letzte Tick, den es zum Siegen braucht, fehlte bei dieser WM noch. Kartentechnisch fühlte ich mich zwar gut vorbereitet, trotzdem machte ich bei jedem Rennen 1-2 Fehler, die es nicht leiden mochte. Bis zur nächsten WM im Sommer 2014 in Italien bleibt zum Glück wieder genügend Zeit, um an diesen Details zu feilen.

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